Klecks-Geschichten

Mit Farben die Story-Fantasie trainieren

Sie haben Lust auf Farbe aber können nicht malen? Dann klecksen Sie! Mit zufälligen Farbformen lassen sich ungewöhnliche Geschichten-Ideen entwickeln. Das trainiert unsere Story-Muskeln und generell die Fantasie. Probieren Sie es aus. Es ist ganz einfach.

„Who are you?“, fragten die Klecks-Kamele. Trotz ihrer Größe waren sie mir zugetan, das vorderste stieß sein sanftes Maul gegen meine Stirn. „Ich hab mich verlaufen“, sagte ich. „Where I am?“

Wer besondere Kleckse mag, darf gerne Hilfsmittel verwenden, beispielsweise

  • Alufolie
  • Frischhaltefolie
  • Dokumentensichthüllen
  • Salz (um auf Wasserfarben zu träufeln)
  • Spüli (ebenfalls für Wasser- und Aquarellfarben)
  • Ethylalkohol (Ethanol, aus der Apotheke, eher für Acrylfarben)

Normalerweise muss ein Fleck weg. Wenn es aber um spontane Ideen für (skurille) Geschichten geht, sollten wir den Klecks Klecks sein lassen. Schauen wir aufmerksam hin, sehen wir Szenen, Figuren, vielleicht einen Tisch, eine Vase, einen Teufel oder einen Regenwurm. Damit lässt sich schon etwas anfangen.

Nachfolgend finden Sie Ideen für gekonnte Kleckse.

Richtig klecksen

Erst mal ist es egal, welche Farbe Sie nehmen. Alles was fließen kann, ist hervorragend geeignet. Dazu gehören: 

  • Wasserfarben
  • Aquarellfarben
  • Gouache-Farben
  • wasserverdünnte Acrylfarben
  • Wasser aus starkem schwarzen Tee oder Kaffee (besonders geeignet ist löslicher Espresso. Da können Sie die Brühe richtig dunkel werden lassen).

Mit Alufolie Tropfen verwischen

Mit der Alu- oder Frischaltefolie fahren Sie über einen Klecks – und schon stehen Albert Einstein die Haare zu Berge, oder? Wenn die Farbe auf eine Seite tropft, entsteht eine Katze und tanzende Gebeine. Oder ein Vogel. Dass die Katze den frühen Vogel fängt, ist nicht überraschend, dass beide aber mit Gebeinen auf dem Friedhof tanzen schon.

Aber natürlich kann es auch ganz anders sein: Womöglich grämt sich Albert Einsteins Katze, weil die Spatzen längst die Lösung für die Relativitätstheorie von den Dächern pfeiffen. Nur Herr Einstein hört es nicht und sucht noch sechs weitere Jahre nach der Formel. Da können einem die Haare tatsächlich zu Berge stehen.

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